Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever – Tomorrowland 2017

Ich bin zurück zu Hause von einem unglaublich tollen Wochenende und naja was soll ich sagen, ich liege erstmal krank im Bett. Nach fünf Tagen geht es aber langsam bergauf und es war es definitiv wert! Jetzt möchte ich euch also von meinem Tomorrowland Wochenende erzählen, meine Tipps verraten und wie ich an die begehrten Tickets gekommen bin.

Meine Tipps, wie ihr Tickets für Tomorrowland bekommt

Als erstes muss ich leider sagen, dass ihr einfach nur ziemlich viel Glück braucht. Weltweit sitzen alle in der selben Sekunde vor dem Computer und öffnen den Link zum Ticketshop. Da kommt es auf Millisekunden an und ich denke, da muss man wirklich einfach nur Glück haben. Ich war bei der Registrierung für den Kauf der Tickets so schnell, dass ich zu den ersten 20 Deutschlands gehört habe, die sich angemeldet haben und daher Vorverkaufsrecht hatten. In dem Moment dachte ich auch nur – Wow! Die ersten 20 aus Deutschland? Ich will gar nicht wissen wie viele sich insgesamt angemeldet haben. Naja also lange Rede kurzer Sinn, es gibt nicht wirklich eine Strategie. Seid schnell und mit etwas Glück bekommt ihr Tickets. Wenn das nicht klappt, könnt ihr immer noch über Ebay oder andere Ticketshops Tickets für einen Aufpreis kaufen.

Campen bei Dreamville oder Hotel?

Ich kann mit euch beide Erfahrungen teilen, da ich letztes Jahr in einem Hotel in Brüssel war und dieses Jahr bei Dreamville gezeltet habe. Wenn ihr lieber ein Hotel möchtet, müsst ihr entweder nach Brüssel oder Antwerpen und dann jeden Tag einen Shuttle nutzen oder ein Taxi (welches sehr teuer ist) nehmen. Als wir in Brüssel im Hotel waren, haben wir zu Hauptverkehrszeiten über zwei Stunden zum Festival gebraucht. Für ein Taxi müsst ihr mit 40-50€ pro Strecke rechnen. Natürlich habt ihr dann Vorteile wie ein eigenes Badezimmer, ein warmes Bett, ihr könnt eure Sachen sicher verschließen, Hotelfrühstück und und und… Was ihr allerdings verpassen werdet: die Gathering Party auf dem Dreamville Gelände, die tolle Atmosphäre auf dem Campingplatz, man lernt sofort viele Menschen aus allen Nationen kennen, es ist einfach nur ein neues Erlebnis! Für mich war es das erste Mal, dass ich in meinem Leben gezeltet habe. Wir haben uns für die Easy Tents entschieden. Dort kommt ihr am Campingplatz an und euer Zelt steht bereits, ihr habt eine Matratze und Schlafsäcke im Preis inklusive und dürft das Tomorrowland Zelt nachher mitnehmen. Auf dem Easy Tent Platz ist es viel geordneter, etwas ruhiger und ihr müsst nicht ganz so lange bei den Duschen anstehen. Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste würde ich also ganz klar Campen vorziehen!

Meine Tipps für Dreamville

Wie bereits erwähnt würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, ein bisschen Geld draufzulegen und die Easy Tents zu buchen. Ihr erspart euch viel schleppen und der Zeltplatz ist viel sauberer und geordneter. Nur Easy Tent Nutzer haben Zugang zu diesem Bereich und so sind eure Sachen im Zelt auch viel sicherer. Zusätzlich habt ihr ein Schloss und wir haben nur die wichtigsten Sachen im Safe verstaut. Ihr müsst also nur noch eure Klamotten mitbringen und ein paar Camping Essentials. Wir hatten zum Beispiel Hot Dogs, Chips, Cracker, Nüsse und Getränke dabei. Denkt an genügend Wasser und Mischgetränke und mehr braucht ihr eigentlich nicht. Das Essen und Frühstück ist super lecker und daher müsst ihr wirklich nur ein paar Snacks mitnehmen. Ihr könnt umsonst duschen, dann ist das Wasser allerdings kalt und als Frau könntet ihr euch ein bisschen unwohl fühlen, weil euch praktisch jeder beobachten kann. Für 1 Pearl (ungefähr 1,50€) könnt ihr warm duschen und dann habt ihr sogar verschließbare Kabinen. Bei den Frauen waren hier auch kaum Wartezeiten, wir sind einmal um 6 Uhr morgens gegangen und sonst gegen 11/12Uhr mittags und dort müsst ihr auch nicht warten. Im Duschzelt habt ihr dann ein paar Spiegel und Steckdosen. Allerdings NUR (!!!!) 3 Steckdosen für ALLE. Daher würde ich euch empfehlen, solche Mehrfachstecker mitzunehmen. Ihr macht damit Anderen und auch euch eine Freude! Das wäre mein absoluter Tipp für euch! Außerdem wird es Nachts sehr kalt, also packt euch lange Sachen und Pullover ein. Achja, Regenjacke und Gummistiefel nicht vergessen!

Meine Packliste könnt ihr HIER runterladen.


Donnerstag

Donnerstags sind wir nach Boom angereist, was zum Glück nur ungefähr eineinhalb Stunden von unserer Heimat entfernt ist. Nachdem wir angekommen sind, wurden wir zu unseren Zelten gebracht und haben kurz unsere Sachen abgelegt und uns umgezogen. Dann ging es auch schon los zur Gathering Party. Die Party findet immer exklusiv für alle Dreamville Bewohner statt, wenn ihr also in einem Hotel seid, könnt ihr leider nicht hin. Obwohl ich keinen der DJ’s dort kannte, war es trotzdem ein toller Abend und ihr könnt bereits viele Menschen aus verschiedenen Nationen kennen lernen.

Freitag

Der erste Festival Tag. Wow, wir haben ein halbes Jahr auf diesen Tag gewartet und dann ging es endlich los. Die erste Nacht im Zelt war nicht so toll, denn es war tierisch kalt und laut. Ich konnte insgesamt 50 Minuten schlafen und da ich nichts besseres zu tun hatte, bin ich dann direkt um 6 Uhr morgens duschen gegangen. Leider hat es direkt am ersten Tag auch schon mit dem Regen angefangen, was wirklich sehr schade war. Trotzdem hatten wir einen tollen Tag und unser Highlight war abends Axwell & Ingrosso sowie DJ Snake. Wird standen mittendrin und das ist wirklich ein wahnsinns Feeling. Wenn ihr weiter weg steht, könnt ihr die ganze Bühne und das Feuerwerk besser sehen, aber ich würde mittendrin in der Menschenmenge immer vorziehen! Ihr werdet von der Stimmung einfach mitgerissen. Alleine schon zu wissen, dass jetzt fast 200.000 Menschen dort sind, ist einfach nur der Hammer. Borgore, Steve Aoki und Snails haben wir leider an dem Tag verpasst, weil wirklich sehr viele DJ’s die wir sehen wollten gleichzeitig aufgelegt haben.

Samstag

Die Nacht im Zelt war zum Glück besser! Ich konnte viel besser schlafen und es war nicht ganz so kalt wie die vorherige Nacht. An dem Tag haben wir uns etwas früher zum Festival aufgemacht, um Bilder zu machen. Die Tage davor haben wir so gut wie gar keine Bilder gemacht und das durfte uns natürlich nicht nochmal passieren. Wir haben uns also fertig gemacht und sind los zum Gelände, Bilder hier, Bilder da gemacht und dann wollten wir uns auf den Weg zurück zu Dreamville machen. Naja, es war ungefähr 13 Uhr und was wir nicht wussten: Man darf das Festival Gelände erst wieder um 15 Uhr verlassen und dann auch erst wieder um 17 Uhr betreten. Warum? Sicherheitsgründe. Welche? Das weiß wahrscheinlich keiner. Also haben wir dann noch ein bisschen Zeit auf dem Gelände verbracht und konnten dann zurück zu unserem Zelt, um noch ein bisschen vorzutrinken und dann ging es auch schon wieder los. Für ein Bier zahlt ihr übrigens ungefähr 5€, Vodka Energy etc. ist etwas teurer. Ich kann euch soviel sagen, dass ich mit 130€ für die vier Tage für Trinken und Essen hingekommen bin. Also weiter zum Festival. Der Samstag war definitiv ein Highlight, wir haben fast den ganzen Tag auf der Barong Family Stage verbracht und Cesqeaux, Mike Cervello, Moksi und Yellow Claw gesehen. Deswegen haben wir leider Dimitri Vegas & Like Mike an dem Tag verpasst, weil auch sie gleichzeitig aufgelegt haben. Das Closing hat an dem Abend Alesso gemacht, was auch echt grandios war.

Sonntag

Der letzte Tag. WOW! Wie wahnsinnig schnell die ersten drei Tage vergangen sind. Am letzten Tag waren wir alle etwas kaputt, weil wir am Tag davor etwas ‘tipsy’ (wie wir immer so schön sagen) waren. Also ging es dann für uns alle nüchtern und ziemlich müde zum letzten Festival Tag. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, die Sonne kam raus und weil damit keiner gerechnet hat, hatte ich am nächsten Tag einen kleinen Sonnenbrand im Gesicht. Aber wieder zurück zum Thema. Wir haben das Wetter direkt ausgenutzt und sind mit dem Riesenrad gefahren, was kostenlos (!!!) ist. Wenn ihr also etwas ruhigeres machen wollt und euch kurz entspannen wollt, auf zum Riesenrad. Den letzten Tag haben wir fast nur auf der Smash the House Bühne verbracht und sind nur zum Closing rüber zur Main Stage. Die Highlights der Smash the House Stage waren Chuckie und Dimitri Vegas & Like Mike die mit ihrer Smash the House Family aufgelegt haben. Verpasst haben wir dadurch leider Laidback Luke und später DVBBS. Das Closing hat Martin Garrix auf der MainStage gemacht, wovon ich leider etwas enttäuscht war. Das liegt wahrscheinlich aber eher daran, dass ich die Live Sets von Martin Garrix generell nicht sonderlich toll finde.

Wir sind dann noch in der Nacht nach Hause gefahren, weil es ja quasi um die Ecke lag und wir uns noch eine Nacht im Zelt (Ja okay, so toll war zelten dann vielleicht doch nicht) zu ersparen. Insgesamt war es ein wirklich unglaublich tolles Wochenende. Wir haben so viel getanzt, so viele Menschen aus verschiedenen Ländern kennen gelernt und ich denke das ist eine Erfahrung, die man nie vergisst. Natürlich ist das Ganze sehr teuer, aber ich würde das Tomorrowland Wochenende einem Urlaub für das gleiche Geld vorziehen. Für die Tickets mit dem Zelt haben wir ungefähr 520€ gezahlt, dann müsst ihr noch die Kosten für Outfits, Getränke, Essen etc einplanen und ich denke, dann kommt jeder auf seine eigene Summe.

Nach fast 40.000 Schritten jeden Tag war ich wirklich total müde und brauchte erstmal zwei Tage Schlaf – noch nie habe ich so gut in meinem eigenen Bett geschlafen! Trotzdem freue ich mich auf’s nächste Jahr und die kommenden Festivals (Springinsfeld, New Horizons).

Wenn ihr Fragen habt, lasst es mich wissen! Eure Kristina <3

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